Die Riester-Rente

Ende des Jahres 2000, zu Beginn des Jahres 2001 wurde im Rahmen der Rentenversicherungsreform eine neue Zusatzrente geschaffen um die sinkenden staatlichen Rentengarantien dauerhaft aufzufangen. Diese neue Zusatzrente wurde nach dem damaligen Arbeitsminister Riester-Rente benannt. Die Versicherung, die auf freiwilliger Basis läuft, darf von jedem Arbeitnehmer in Anspruch genommen werden, so lange dieser zu den förderberechtigten Gruppen zählt. Zudem fördert der Staat die Spareinlagen des Versicherten mit einem jährlichen Zusatzbetrag und steigert somit die spätere Zusatzleibrente.

Für die Riester-Rente muss der Versicherte im Jahr einen Mindestbeitrag in die Versicherung einzahlen, der jeweils abhängig des letztjährigen sozialversicherungspflichtigen Einkommens ist. Jedoch ist zu beachten, dass ein bestimmter Wert dabei nicht überstiegen werden darf, der im Jahr 2008 bei 2100 Euro im Jahr lag. Nur bis zu dieser jährlichen Einlage ist eine staatliche Förderung überhaupt möglich. Abhängig davon, ob man ledig oder verheiratet ist und ob man Kinder hat, unterstützt dann der Staat mit der Altersvorsorgezulage von entweder 154 Euro – bei Ledigen – 308 Euro – bei Verheirateten – und 300 Euro bei Kindern. Sobald der Versicherte das Rentenalter erreicht, wird das gesparte Geld als monatliche Rente ausbezahlt. Zu bedenken ist jedoch, dass diese Rentenform weitestgehend steuerpflichtig ist.

Normalerweise kann eine Riester-Rente bei allen Versicherungen abgeschlossen werden. Die Altersvorsorgezulage muss jedoch stets separat beim Staat beantragt werden. In der Regel bieten die Versicherungen einen Dauerzulageantrag an, der es ihnen ermöglicht jährlich – ohne erneute Genehmigung des Versicherten – diesen Antrag für den Versicherungsnehmer durchzuführen. Durch eine gesetzliche Eingrenzung ist die Riester-Rente nicht für jeden in Deutschland zugänglich. Ausgenommen sind von ihr zum Beispiel Apotheker und Ärzte, die in einer berufsständischen Versorgung pflichtversichert sind. Ebenso dürfen Rentner, seien es Altersrentner oder Erwerbsunfähigkeitsrentner, diese Versicherung nicht abschließen. Versicherungsfreie Beschäftigte, die in einem geringfügigen Arbeitsverhältnis stehen, Selbstständige und nicht rentenversicherungspflichtige Schüler und Studenten haben auch keinen Anspruch auf die Riester-Rente. Für einen Teil jener gibt es allerdings eine Alternative in Form der Rürup-Rente.