Die Haftpflichtversicherung

Eine –fast immer – freiwillige aber in jedem Fall stets zu empfehlende und wohl mit die wichtigste Versicherung überhaupt ist die Haftpflichtversicherung. Im Regelfall sollte jeder Erwachsene – Kinder sind zumeist im Rahmen der elterlichen Versicherung geschützt – eine Solche abschließen. Diese tritt in unterschiedlichen Schadensfällen ein und kann den Versicherten dadurch vor große finanzielle Herausforderungen bewahren. In einigen Fällen ist eine Haftpflichtversicherung sogar verpflichtend, da der Gesetzgeber diese vorschreibt. Zu diesen zählt unter Anderen die Jägerhaftpflicht und allen vorweg die Kfz-Haftpflicht. Unabhängig ihres Typus tritt die Haftpflichtversicherung dann in Kraft, wenn durch die Schuld des Versicherten dessen Sorgfaltspflicht verletzt wurde und er dadurch Dritten Schaden zufügt. Hierbei ist auch gefahren erhöhendes Verhalten mit inbegriffen.

Es gibt insgesamt mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Haftpflichtversicherungstypen. Die Privathaftpflicht zählt mit der Kfz-Haftpflicht zu den wohl Bekanntesten. Erstere deckt die Schäden von Privatpersonen im Alltag ab, die Zweite deckt etwaige Schäden im Straßenverkehr ab und muss vor Inbetriebnahme des Fahrzeugs abgeschlossen werden, da der Halter sich sonst strafbar macht. Weitere mögliche Versicherungen sind die Berufshaftpflicht die allerdings nur abhängig von einzelnen Berufsgruppen abgeschlossen werden kann, die Tierhaftpflicht, mit der besonders Hunde- und Pferdebesitzer konfrontiert sind und die Bauherrenhaftpflicht. Weitere Versicherungstypen sind weniger bekannt und nur für einzelne Firmen und Berufs- oder Menschengruppen sinnvoll und nutzbar.

Dabei unterscheiden sich die Typen sowohl untereinander als auch innerhalb ihrer Art in Bezug auf die Abdeckung der Schadenshöhe. Die monatlichen Prämien – die auch in größeren Intervallen bis hin zur jährlichen Einmalzahlung vereinbart werden können – richten sich nach der Abdeckung und den Zahlintervallen. Wichtig ist, dass es bei den Haftpflichtversicherungen auch Ausschlüsse gibt, die in einem Schadensfall dann nicht durch die Versicherung übernommen werden. Dazu zählen Ansprüche innerhalb von Familien, grob fahrlässige Verhaltensweisen und zum Beispiel auch Asbestschäden. Versicherungsnehmer sollten sich hier von den Versicherungen gut beraten lassen und vergleichen, da diese teilweise individuell von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind. Einzelne Ausschlüsse können allerdings auch über Zusatzvereinbarungen in die Haftpflichtversicherung mit aufgenommen werden, bedürfen dann aber eine höhere Prämienzahlung.