Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Noch bis vor ein paar Jahren war die Berufsunfähigkeitsrente gesetzlich geregelt und im Rahmen der Sozialversicherung abgedeckt. Durch die Gesetzesänderungen müssen Berufstätige nun selber für den Schadensfall vorsorgen und sich entsprechend versichern – sofern sie nach 1960 geboren wurden und somit nicht mehr in die gesetzliche Versicherung reinfallen. Am sinnvollsten ist eine solche Versicherung selbstverständlich für Menschen mit Familie, doch auch für allein stehende Arbeitnehmer oder Hausfrauen ist diese durchaus sinnig. Die Berufsunfähigkeitsrente, die auch gleichzeitig eine Invaliditätsversicherung darstellt, wird im Schadensfall immer in Form einer monatlichen Rentenzahlung ausgeschüttet. Zu beachten ist jedoch, dass diese Berufsunfähigkeitsversicherung nur in Kraft tritt, wenn die versicherten Personen auf Grund von so genannten widrigen Umständen zukünftig nicht mehr in der Lage sind, ihren Berufen nachgehen zu können.

Sollte eine versicherte Person den zuletzt getätigten Beruf für mindestens ein halbes Jahr nicht mehr ausüben können, tritt die Versicherung in Kraft. Als Gründe für die nicht Ausübung können gelten: Krankheit, Körperverletzung oder körperlicher und/oder geistiger Verfall. Wichtig ist auch, dass diese Gründe von Seiten eines Arztes definiert und bestätigt werden. Manche Versicherungen ermöglichen beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung die Ausschüttungsgewähr bei einer Ausübungsminderung zwischen 50% und 100%, so dass eine Teilausübung des Berufes dennoch weiter stattfinden kann. Durch die Möglichkeit der Kapitalbildung ist es zudem möglich die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Lebensversicherung zu koppeln.

Unterschiedliche Kriterien sind dafür verantwortlich, wie sich die Prämienhöhe und die Beitragsausschüttungen im Verlauf der Berufsunfähigkeitsrente definieren. So zum Beispiel ist die Berufsgruppe ein wichtiger Faktor, da es einige gibt, bei denen eine Berufsunfähigkeit eher gering ist – zu diesen zählen zum Beispiel Pharmazeuten, während es weitere gibt, die ein erhöhtes Risiko besitzen und somit von vorneherein höhere Prämien zahlen müssen. Entscheidend sind auch Faktoren wie Eintrittsalter, Leistungszeit, Leistungsdauer, angestrebte Rentenhöhe, der Wunsch nach garantierter Leistungssteigerung als entsprechenden Inflationsausgleich, Karenzzeiten und auch der Gesundheitszustand der versicherten Person. Risikogruppen wie Raucher werden so zum Beispiel ebenfalls zu höheren Prämienzahlungen für die gleiche Rentenhöhe wie Nichtraucher verpflichtet, wie der Unterschied der Berufsgruppe dies erfordert.